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Anforderungen der VUKA-Welt erfolgreich meistern mit Positiver Psychologie

# Bettina Hantmann-Willmes

 

 

VUKA beschreibt Trends in der Arbeitswelt, die seit Jahren spürbar sind und sich noch weiter verstärkt entwickeln werden: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität sind die Schlagworte.

 

Volatilität steht für die Beschleunigung, für sprunghafte Entwicklungen,

die wir erleben. Als Steve Jobs 2007 das erste Smartphone vorstellte, war für viele Menschen undenkbar, wie diese Entwicklung in rasanter Geschwindigkeit nicht nur den Handy-Markt, sondern das komplette Nutzerverhalten nachhaltig verändern würde. Aktuell stellt der Umgang mit COVID-19 die (Arbeits-)Welt auf den Kopf; Veränderungen, die vorher kaum vorstellbar waren, müssen in kürzester Zeit umgesetzt werden. Jetzt und in Zukunft verändert künstliche Intelligenz die Welt rasant. Damit entfallen traditionelle Arbeitsgebiete und neue Arbeitsbereiche entstehen.

 

Hieraus entstehen Unsicherheit und Ungewissheit: Welche Anforderungen bedeuten diese Veränderungen für uns persönlich? Für unsere Ausbildung? Für Arbeitsformen? Für Führungsstile? Für unsere Produkte und Dienstleistungen? Wir müssen uns darauf einstellen, dass Veränderungen immer mehr und immer schneller passieren – wie können wir pro-aktiv darauf eingehen?

 

Die Zusammenhänge werden immer komplexer, genauso wie Voraussagen über Entwicklungen, Auswirkungen und Wechselwirkungen. Gründliche Analysen und ein schrittweises Planen, Ausprobieren, Korrigieren lösen langfristige Planungen ab.

 

Aus dieser Komplexität heraus entsteht Ambiguität; oftmals sind Situationen, Entscheidungen und Aufgaben mehrdeutig und/oder widersprüchlich. Es gilt, diese Widersprüchlichkeiten zu balancieren:

Die hier geforderte Kompetenz von Führungskräften und Mitarbeitern

heißt Ambiguitätstoleranz.

 

Wie kann die Positive Psychologie Führungskräfte und Mitarbeiter in dieser komplexen, volatilen, unsicheren Welt gut unterstützen?

 

Viele Menschen haben Sorge, sie müssten nur noch „funktionieren“ in ihrem „Hamsterrad“. Die Positive Psychologie hilft, in eine gute Balance zu kommen zwischen Geschwindigkeit und Reflexions- und Erholungszeit. Denn die Positive Psychologie ermöglicht Menschen den Zugang zu ihren Ressourcen und Potentialen. Sie fördert subjektives Wohlbefinden durch die PERMA-Faktoren Positive Emotionen, Engagement, förderliche Beziehungen, Sinnerleben, Erleben von Selbstwirksamkeit, lässt die Menschen „aufblühen“.

 

Damit entsteht eine positive Wirkung auf die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern und Führungskräften. Diese ist in zahlreichen Studien nachgewiesen worden. Die Stärken-Orientierung der Positiven Psychologie fördert Flow (Passung von Anforderung und Können) und GRIT (Durchhaltevermögen und Leidenschaft sorgen dafür, dass man „dran“ bleibt). Dieses gute Zusammenspiel von Anforderung und Können, echtem Interesse und Fleiß ergibt gute Leistung. Auch und gerade in VUKA-Welten.

 

Um die Positive Psychologie in der VUKA-Welt wirkungsvoll einzusetzen, ist ein ganzheitlicher Ansatz sinnvoll: Trainings und Workshops auf den unterschiedlichen Ebenen zur Wissensvermittlung sowie Coachings zur Begleitung einer konsequenten und kontinuierlichen Umsetzung.

Der Nutzen: Ein reflektierter Umgang mit den Anforderungen und eine höhere Leistungsfähigkeit.

 

 

Literaturempfehlungen:

Flourish (Martin Seligman, 2011)

Flow und Kreativität (Mihalyi Csikszentmihalyi), 2014)

GRIT (Angela Duckworth, 2017)

Positive Leadership – Strategies for Extraordinary Performance (Kim Cameron, 2008)

Positive Leadership (Markus Ebner, 2019)