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Wie entstand die Positive Psycholgie?

# Bettina Hantmann-Willmes

 

 

Die Positive Psychologie untersucht die Faktoren, die zu einem gelingenden Leben und Arbeiten beitragen.

 

Ansätze dazu gab es schon im Altertum (Aristoteles: Hedonismus und Eudaimonia). Maßgeblich entwickelten amerikanische Psychologen des 20. Jahrhunderts die

Positive Psychologie:

 

- Abraham Maslow prägte 1954 den Begriff „Positive Psychologie“

 

- Carl Rogers entwickelte 1959 den Begriff der „fully functioning person“, der mit dem

 „Flourishing“-Begriff Seligmans vergleichbar ist und hat die Humanistische Psychologie stark geprägt

 

- Martin Seligman, der Pionier der Positiven Psychologie, hat 1998 als Präsident der

American Psychological Association die Abkehr von   Krankheits- und Defizit-Orientierung

und die Forschung von Gesundheit, Glück und Wohlbefinden in der Psychologie gefordert

und um Fördermittel gekämpft. Weltweit forschen seitdem Psychologen und Wissenschaftler

im Feld der Positiven Psychologie, an vielen renommierten Universitäten wird das Fach

inzwischen gelehrt.

 

- Mihalyi Csikszentmihalyi (US-amerikanischer Psychologe; beschrieb 1975 das „Flow-Erleben“)

und Martin Seligman sind 2000 die Autoren eines Sonderhefts des „American Psychologist“

zur Positiven Psychologie; viele neue Forschungsprojekte und Veröffentlichungen folgen weltweit.

 

In Abgrenzung zu oberflächlichen „think positive“-Ansätzen handelt es sich bei der

Positiven Psychologie um einen wissenschaftlich erforschten Weg, nicht nur das Wohlbefinden

Einzelner zu stärken, sondern nachhaltig leistungsfähige, humanistisch geprägte,

gut funktionierende Organisationen und Gesellschaften zu schaffen.

 

Literaturempfehlung:

Seligman, M. (2011). Flourish. New York: Simon&Schuster Inc.